Das Turnier und der Champion
Gdańsk wurde in Reg M-C mit offenen Teamlisten gespielt. Javier Varela erreichte das Finale und schlug Jude Lee; Victory Road hob es als sein erstes großes Ergebnis hervor. Den Bericht mit Top 8 und Teams gibt es in einem eigenen Artikel; hier geht es um das Warum.
Das Team hat mit dem Siegerteam aus Puebla wenig gemeinsam: Es lässt Whimsicott und Kingambit weg und setzt auf zwei Megas, die ganz unterschiedliche Partien verlangen.
Zwei Megas: die Vorschau entscheidet
Pro Partie kann nur ein Pokémon mega-entwickeln: Im Simulator verliert der Rest des Teams die Option, sobald einer es tut. Zwei Steine mitzunehmen erlaubt dir, in der Vorschau zu wählen, welcher gegen das Team vor dir passt.
Mega Tyranitar bringt Sand Stream und Basiswerte von 164 Angriff, 150 Verteidigung und 120 Spezial-Verteidigung. Mega Staraptor ist Kampf und Flug, mit 140 Angriff und 110 Initiative. Er kommt mit Intimidate, der Fähigkeit seiner normalen Form, und wechselt bei der Mega-Entwicklung zu Contrary.
Unsere Einschätzung: Tyranitar ist der Plan gegen Teams, die auf Spezialangriffe oder ein anderes Wetter setzen, und Staraptor der Plan gegen schnelle Teams oder Teams mit Intimidate.
| Mega | Typen | Fähigkeit | Was er bringt |
|---|---|---|---|
| Mega Tyranitar | Gestein und Unlicht | Sand Stream | Sand und Robustheit auf beiden Seiten |
| Mega Staraptor | Kampf und Flug | Contrary | Starker Angriff und Initiative |
Contrary: aus Senkungen werden Boosts
Contrary kehrt jede Werteänderung um. Close Combat senkt Verteidigung und Spezial-Verteidigung des Anwenders; mit Contrary steigert Mega Staraptor beide bei jedem Einsatz um eine Stufe. Und ein gegnerisches Intimidate erhöht seinen Angriff, statt ihn zu senken.
Laut Pikalytics sind seine meistgenutzten Attacken in Champions Brave Bird, Close Combat und Tailwind. Mit Tailwind bekommt das Team die Initiative-Kontrolle, die der Sand Staraptor, Milotic und Sinistcha nicht gibt.

Der Sand und wer ihn aushält
Sand hält fünf Runden und zieht am Ende jeder Runde ein Sechzehntel der KP von allem ab, was nicht Gestein, Boden oder Stahl ist. Excadrill (Boden und Stahl) und Gholdengo (Stahl und Geist) merken nichts davon, und Tyranitar, vom Typ Gestein, bekommt 50 % mehr Spezial-Verteidigung.
Mit Sand Rush verdoppelt Excadrill im Sand seine Initiative, und die Focus Sash, die er trug, lässt ihn bei vollen KP einen Treffer überstehen. Gholdengo schlägt mit Life Orb hart zu und ist dank Good as Gold immun gegen Statusattacken, die die Gegner gegen ihn einsetzen, etwa Taunt, Encore oder Spore.





Das Halbfinale: die gegnerische Sonne stehen lassen
Der meistdiskutierte Spielzug kam im Halbfinale. Play! Pokémon berichtete, dass Javier das Wetter absichtlich nicht änderte, damit sein Tyranitar weniger Schaden von Wave Crash nimmt, und dass es die richtige Entscheidung war: Er zog ins Finale ein.
Der Simulator erklärt es: Bei Sonne richten Wasser-Attacken nur halben Schaden an. Wave Crash ist eine physische Wasser-Attacke mit 120 Stärke, und Tyranitar ist schwach gegen Wasser. Sand erhöht seine Spezial-Verteidigung, die gegen einen physischen Treffer nichts bringt. Die Sonne stehen zu lassen schützte ihn besser als sein eigenes Wetter.
Diese Idee passt zu jedem Wetter-Team: Dein eigenes Wetter ist nicht immer das beste. Bevor du es änderst, schau, welcher Angriff in dieser Runde kommt und welches Wetter ihn abschwächt.




Was man vom Team übernehmen kann
Milotic und Sinistcha runden das Team als Unterstützer ab. Laut Pokémon Zone spielt Sinistcha meist Hospitality, das den Partner beim Einwechseln um ein Viertel seiner KP heilt, und Rage Powder, das Priorität +2 hat und die gegnerischen Angriffe auf sich zieht. So schützt es Staraptor oder Excadrill, während sie angreifen.
Drei Ideen, die auch außerhalb dieses Teams funktionieren: zwei Megas mitnehmen und in der Vorschau wählen; den Sand mit Stahl-Pokémon umgeben, die ihn nicht spüren; und das Wetter als Entscheidung jeder Runde behandeln, nicht als etwas, das man immer setzen muss. Es ist nur ein Turnier, also lohnt es sich abzuwarten, ob das Team bei den nächsten Regionals wieder auftaucht, bevor man von einem Trend spricht.